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Das UNESCO-Welterbe von Österreich

Die Altstadt Wiens beherbergt zahlreiche Architekturschätze aus verschiedenen Epochen. Besonders mittelalterliche Bauten und Bauwerke aus der Zeit des Barock und der Gründerzeit verleihen Wien, der europäischen Musikhauptstadt, ihren ganz eigenen Charme. Aus dem Ensemble stechen insbesondere der Stephansdom im gotischen Stil, die barocke Hofburg und die Prachtbauten entlang der Ringstraße hervor. Den einzigartigen Flair Wiens können Sie beim Bummel durch die Straßen erleben und natürlich beim Besuch eines der weltberühmten Wiener Kaffeehäuser.

Zu Wiens herausragenden Sehenswürdigkeiten zählt das ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehörende Schloss Schönbrunn. Mehr als 1.000 Zimmer bestechen mit einem prachtvollem Interieur. Der umliegende Schlossgarten von Schönbrunn ist ebenfalls eine Schönheit für sich und hat mit Palmenhaus und Tierpark zwei tolle Highlights für Jung und Alt zu bieten.

Ein weiteres städtebauliches Juwel erwartet Besucher der Mozart-Stadt Salzburg. Der Fluss Salzach teilt die Altstadt in zwei Hälften, die obendrein von einigen Bergen umrahmt werden. Zu den architektonischen Highlights zählen die Alte Residenz, der Salzburger Dom, die Getreidegasse samt dem Geburtshaus von Mozart und die alles dominierende Festung Hohensalzburg. Das städtebauliche Ensemble Salzburgs beherbergt Bauten vieler unterschiedlicher Epochen, darunter des Mittelalters, der Romanik und der Renaissance.

Die Stadt Graz beeindruckt ihre Gäste mit imposanten Bauwerken und einem abwechslungsreichen Kulturleben. Architektonisch gehen Barock und die Moderne hier eine einmalige Symbiose ein. Schlendern Sie durch die Arkadenhöfe und Laubengänge der mittelalterlich geprägten Altstadt von Graz. Aus dem roten Dächermeer stechen die Mariahilferkirche, die Franziskanerkirche und die Stadtpfarrkirche zum heiligen Blut hervor. Zudem gibt es eine Vielzahl an prächtig gestalteter Stadtpalais zu bewundern.

Schließlich tragen auch einige Kulturlandschaften Österreichs den Titel UNESCO-Welterbe, darunter die Flusslandschaft der Wachau, das Gebiet rund um den Neusiedler See sowie die Region Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut.

Das Salzkammergut umfasst die Orte Bad Goisern, Gosau, Obertraun und Hallstatt. In dieser Region wird seit mehr als 3.000 Jahren kontinuierlich Salz aus den Bergen gewonnen, die Anfänge gehen sogar bis in die Bronzezeit zurück. Dies verhalf der Salzkammergut-Region zu einigem Reichtum, der sich in der Architektur und Ortsgestaltung widerspiegelt.

Die bis nach Ungarn reichende Kulturlandschaft Neusiedler See steht als Steppennationalpark und UNESCO-Welterbe unter strengem Schutz. Geprägt von einem riesigen Schilfgürtel, von Weideflächen und Weinbergen bildet sie die Heimat vieler Vogel- und Tierarten. Unter den Nutztieren sind vor allem Ungarische Graurinder und weiße Esel anzutreffen.

Die Kulturlandschaft Wachau verzaubert ihre Gäste mit malerischen Weinterrassen, weiten Obstplantagen und idyllischen Auwäldern. Diese Naturschönheit entlang der Wachau und auch ein rund 40 Kilometer langer Ausschnitt des Donautals werden seit Urzeiten von Menschen bewohnt und bewirtschaftet, und das stets im Einklang mit der Natur. An kulturellen Schätzen können Reisende das Stift Göttweig sowie das Stift Melk besichtigen.

In der Reihe der österreichischen UNESCO-Welterbestätten lädt die Semmeringbahn zu einer Fahrt durch romantische Berglandschaften ein. Doch ist nicht diese der Mittelpunkt des Interesses, sondern die Bahnstrecke selbst und die atemberaubende Ingenieurskunst, die diese überhaupt erst ermöglichte. Denn als weltweit erste Gebirgsbahn führt die Semmeringbahn auf insgesamt 41 Kilometern über 129 Brücken und 16 Viadukte, allesamt aus über 64 Millionen Ziegeln erbaut. Die Bahnstrecke selbst wurde 1854 errichtet.